Therapeutisches Bogenschießen

Therapeutisches Bogenschießen mit Latifa Rothacker
BESCHREIBUNG

Therapeutisches Bogenschießen

Ansätze und Haltung
Beim Bogenschießen beschäftigen bekommen wir unmittelbar durch die Pfeile, aber auch den Bogen selbst, gespiegelt, ob wir gerade präsent oder geistesabwesend sind, fokussiert oder zerstreut.

Latifa G. RothackerLassen wir uns noch ein wenig tiefer auf die Erfahrung ein, so können wir feststellen, dass im Bogenschießen viele Metaphern für zentralen Fragen unseres Lebens zu finden sind – wie Sicherheit, Kontrolle, Vertrauen. Der Bogen zeigt stets deutlich und unverfälscht, wo wir uns gerade wirklich befinden. Er lässt keine Täuschungen und Manipulationen zu, sondern hilft uns
zwischen Realität und Annahmen davon zu unterscheiden. Die Arbeit mit dem Bogen bringt uns immer unmittelbar in den gegenwärtigen Moment so wie er gerade ist. Durch ihn kann die eigene Selbstermächtigung und Selbstwirksamkeit wieder erfahrbar werden. Wir können uns mit unseren Potentialen verbinden und uns wieder als kreative SchöpferInnen und GestalterInnen unserer Welt erleben. Daher ist der Bogen für mich ein ideales Medium bei der Begleitung mit Menschen, sei es im therapeutischen und klinischen Kontext, der Beratung oder im Coaching.

Da wir beim intuitiven Bogenschießen Langbögen ohne jegliche Zielvorrichtung benutzen, wird unser Körper in jeden einzelnen Ablauf direkt mit einbezogen. In der Körperpsychotherapie betrachten wir den Körper als den direktesten und unmaskiertesten Zugang zu unserem Selbst; die Pforte zu unserem Unbewussten, in dem all unsere Erfahrungen, schöne ebenso wie traumatische, gespeichert sind. Indem wir mehr und mehr unsere Wahrnehmung schärfen über das, was wir von uns über ihn mitbekommen, öffnen wir Türen zu Erlebtem und Erfahrenen, das uns bis heute bindet und blockiert, aber auch stabilisiert und unterstützt . Im Bogenschießen stehen wir im ständigen Kontakt mit unserem Körper und damit mit allem was wir sind. Durch das genaue Wahrnehmen, Beobachten und Hineinspüren ermöglicht es uns herauszufinden, was zu fördern ist. Mit dem Bogen zu arbeiten bedeutet für mich, mich immer wieder in den Kontakt mit mir und meinem Gegenüber einzulassen und dessen Experimentieren und Erforschen am Bogen mit Offenheit und Neugier zu begleiten.

Ich bin dabei an einem Prozess, der so einmalig und individuell ist, wie die Person, die Bogen schießt. Authentizität, Achtsamkeit und Wohlwollen sind dabei wesentlich. Eine Klarheit, die direkt und unverschnörkelt von Achtung und Wertschätzung geprägt ist, eine Bereitschaft, sich immer wieder aufs Unbekannte und Ungewusste einzulassen, weitestgehend ohne Wertung und Wollen; immer beginnend im Hier & Jetzt. Diese Haltung der Begleitung spiegelt sich in den Grundsätzen und Methoden der Gestalttherapie und des HAKOMI®, einer achtsamkeitsbasierten Körperpsychotherapiemethode, wieder, die in der Fort-& Weiterbildung vermittelt werden.

Grundlagen
Die Fort-& Weiterbildung beruht auf folgenden Rahmenbedingungen:

Kleine Gruppengröße
Die Fort- & Weiterbildung findet in einer festen Gruppe mit max. 8 TN statt Diese Begrenzung ermöglicht einen sicheren Raum, in dem wir intensiv miteinander arbeiten können und eine individuelle Förderung und Forderung der Einzelnen erfolgen kann.

Lernen durch Erfahren
Nur was Du selbst erfährst und ausprobierst, kannst Du später auch tun und anderen vermitteln. Daher ist die Fort- & weiterbildung hauptsächlich in praktischen Übungen konzipiert. In wechselnden Settings können unterschiedliche Erfahrungen gesammelt und damit experimentiert werden. Theoretische Grundlagen werden von mir in Vorträgen vermittelt und gehen in anschauliche Demonstrationen über, um sie direkt erfahrbar zu machen.

Selbsterfahrung & Selbstdisposition
Die Basis dieser Fort- & Weiterbildung ist ein intensiver, tief gehender Selbsterfahrungsprozess. Dies setzt die eigene Bereitschaft und Fähigkeit voraus, sich selbst in den Übungssettings immer wieder zur Disposition zu stellen, um Erfahrungen sammeln und miteinander voneinander lernen zu können.

Settings
Die häufigsten Settings werden zu Zweit oder zu Dritt sein, gelegentlich wird auch in einer größeren Gruppe geübt. Im Zweiersetting geht es um den direkten Kontakt des Klienten und dessen Begleiters in mit dem Medium Bogen. Das Dreiersetting schließt immer die Position
des Beobachters in ein, was eine weitere Perspektive der Wahrnehmung ermöglicht. Alle Positionen werden jeweils abwechselnd eingenommen und danach ausführlich miteinander reflektiert.

Inhalte
Die eigenen Prozesse, sowie das eigene Erfahren und Erkennen bilden die Basis zur Entwicklung eines eigenen, individuellen und authentischen Stils beim Begleiten am Bogen und stehen dabei stets im Vordergrund der Fort- & Weiterbildung. Die Inhalte der Fort- & Weiterbildung unterteilen sich in zwei Hauptbereiche:

Das Tun – Intuitives Bogenschießen
In der Fortbildung wird die Technik und Methodik des intuitiven Bogenschießens vermittelt, Vorkenntnisse sind dazu nicht nötig. Beim Umgang mit Pfeil und Bogen lege ich großen Wert darauf, dass dieser die eigene Herangehensweise ermöglicht.So gibt es kein wirkliches Richtig oder Falsch im Umgang und Ablauf, sondern eher das Passende und das nicht Passende. Dies herauszufinden und immer mehr zu verfeinern, um so den eigenen persönlichen Stil zu finden, ist ein wichtiger Aspekt der Fortb- & Weiterildung. Das Tun des Bogenschießens wird in unterschiedlichen Übungen stattfinden, vom spielerischen Erkunden, über die Form der Bewegungsmeditation bis zum Umgang mit Emotionen und deren Symbolisierung.

Die Untersuchung & Integration – HAKOMI® und Gestalttherapie
Was für mich Gestalttherapie und Hakomi® verbindet ist neben der achtsamen, wertschätzenden und respektvolle Haltung in der sich selbst und den anderen begegnet wird, die Art der Wahrnehmung der Welt in uns und um uns herum. Ihr Hauptaugenmerk wenden beide darauf, das eigene Körpergefühl und die eigenen Emotionen zu schulen; das bewusste Erleben dessen, was wir hören, sehen, fühlen und, wie auch durchs Bogenschießen, zu lernen, die Realität(en) zu erkennen. Das Wesentliche im Vorgehen des Untersuchens & Integrierens ist das Erleben im Hier & Jetzt. Dies bedeutet ganz dicht immer am momentanen Geschehen zu bleiben, ohne dies unbedingt verstehen zu müssen. Aus dem Gegenwärtigen entspringt der nächste Schritt, zeigt sich der nächste Weg, öffnet sich eine weitere Tür. Nur wenn wir in der Gegenwart bleiben sind neue Erfahrungen und somit auch Veränderungen möglich. Zum Untersuchen & Integrieren werden allem die Methodiken des Hakomi® angewandt. Um im Hier & Jetzt sein und bleiben zu können, bedarf es einer Haltung der inneren und äußeren offenen Wahrnehmung und Präsenz. Dies üben wir immer wieder durch Übungen aus der Gestalttherapie in den einzelnen Modulen ein.

Die Themen

Modul 1 Kontaktaufnahmen
◉ erste Begegnungen mit dem Bogen und der Gruppe
„Wer bin ich hier ? Wer könnte ich sein ?“
◉ Materialkunde

Das Who-is-Who des Bogens und der Pfeile
◉ Erlernen Bewegungsablauf / Selbstermächtigung
erstes Ausprobieren der eigenen Vermittlung
Modul 2 Experimentelles Vorgehen I
◉ Wahrnehmungsschulung
Untersuchungen der eigenen Achtsamkeitspräsenz
◉ Methoden der therapeutischen Begleitung I:
aktives Beobachten und in Kontakt bringen

Modul 3 Experimentelles Vorgehen II
◉ Wahrnehmungsschulung
Übungen zur Achtsamkeit im Zweiersetting
◉ Methoden der therapeutischen Begleitung II:
Abnehmtechniken, Sonden

Modul 4 Prozessbegleitung
◉ Wahrnehmungsschulung
◉ Methoden der therapeutischen Begleitung III:
Gestalt werden lassen; Prozess am Bogen begleiten

Modul 5 Präsentationen– Abschluss
◉ Präsentationen Abschlussarbeit
ggfs. Vorstellen einer eigenen Ausarbeitung zum Thema
„Begleitung am Bogen“
◉ persönliche Ausblicke
◉ Zertifikatsübergabe bzw. Teilnahmebestätigung

Da die Fort- & Weiterbildung prozessorientiert ist, steht das was im Moment die Gruppe beschäftigt stets im Vordergrund, so dass Inhalte dementsprechend abgewandelt werden können. Vorallem das erste Modul kann – je nach Erfahrungsstand der jeweiligen Gruppe – inhaltlich etwas verändert werden.

Der Bewerbungs-/Anmeldeschluss ist für die FB-Gruppe I am 08. März 2019;
für die FB – Gruppe II am 18. Oktober 2019.

Gegebenenfalls schliesst sich ein Vorgespräch mit mir an, dies teile ich per Mail mit.
Mit einer eingegangenen Anzahlung von 350 € ( FB- Gruppe I spätestens bis zum
10. März 2019; FB-Gruppe II spätestens bis zum 20. Oktober 2019) ist der
Teilnahmeplatz fest.

Die Restgebühr kann einmalig (1.500 €) oder in Raten jeweils zum 15. des
folgenden Monates überwiesen werden (5 x 300 €)

Beginn FB-Gruppe I 15. April2019; FB-Gruppe II 15. November 2019.

KURSDATEN

TERMINE

FB-Gruppe I 2019 FB-Gruppe II 2019/2020

Beginn FB-Gruppe I:
15. April2019;

Beginn FB-Gruppe II:
15. November 2019.

Modul 1

15. – 17. März 2019

25. – 27. Oktober 2019

Modul 2

26.- 28. April 2019

15. – 17. November 2019

Modul 3

24. – 26. Mai 2019

13. – 15. Dezember 2019

Modul 4

28. – 30. Juni 2019

10. – 12. Januar 2020

Modul 5

06. – 08. September 2019

27. – 29. März 2020

DAUER UND GEBÜHREN

Ausbildungsdauer:

5 Module

Bewerbungs-/Anmeldeschluss:

Für die FB-Gruppe I: 08. März 2019.
Für die FB – Gruppe II: 18. Oktober 2019.

Kursgebühr:

Anzahlung von 350 €
FB- Gruppe I spätestens bis zum 10. März 2019;
FB-Gruppe II spätestens bis zum 20. Oktober 2019)

Restgebühr:

einmalig 1.500 € oder in Ratenzahlung möglich : 5 x 300 €

Veranstaltungsort:

Berlin

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Dozenten

Latifa Rothacker ist seit vielen Jahren als Dozentin in der Erwachsenenbildung tätig und bietet in eigener Praxis achtsamkeitsbasierte Therapien und Seminare an.

Seit mehr als 15 Jahren beschäftigt sie sich als Lernende und Lehrende mit Achtsamkeit, sowohl in formalen Praktiken wie Zen als auch im therapeutischen Kontext.

Dabei konnte sie immer wieder aufs Neue erleben, wie tiefgreifend Achtsamkeit wirken kann und welche Bereicherung in ihr für die eigene Entwicklung bereit liegen.